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Fork der freien Router-Firmware OpenWrtMittwoch, 31. Mai 2006Kommentare
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Hi,
danke für den Eintrag. Jetzt weiß ich endlich warum mich das Forum als einziges Medium am meisten gestört hat. Ich kann kein vim benutzen! :} ... /notiz an mich: mail plugin für s9y nochmal versuchen... gruss und vielleicht liest man sich bald... Waldemar
Welches der beiden Mail-Plugins? Das Plugin, bei dem man sich eintragen kann, um neue Einträge gemailt zu bekommen sollte eigentlich funktionieren, wenn nicht einfach mal Kristian Köhntopp (http://kris.koehntopp.de/) anschreiben, der freut sich sicher über Bugreports.
@Waldemar: Nicht dass ich jetzt Web-Foren verteidigen will, denn ich mag sie selber nicht, aber wenn du w3m benutzt, dann kannst du deine posts auch mit vim editieren
Als OpenWrt-Entwickler möchte ich das ganze hier gerne mal ein wenig kommentieren:
1. Zu den vorhandenen Problemen: Die waren uns schon bekannt, bevor Waldemar seinen offenen Brief geschrieben hat. Sich über Probleme zu beschweren bedeutet aber nicht, sie auch zu lösen. Klar, Web-Foren sind suboptimal. Da stimme ich voll und ganz zu. Aber es besteht bereits das Problem des 'Community-Split', also es gibt entwicklerinterne Diskussion, es gibt den IRC-Kanal, es gibt das Forum. Die Informationen von einem Diskussionsfeld kommen oft nur schwer bei den anderen an. Eine Mailing-Liste zu erstellen ohne sie mit dem Forum zu integrieren verstärkt den Effekt nur noch. Und ein Fork des ganzen Projektes sowieso noch mehr. Das ist der Grund, warum ich der Meinung bin, dass in diesem Falle eine getrennte Mailing-Liste mehr schadet als nutzt. Zum Wiki-Problem: Auch nix neues! Aber was nützt beispielsweise eine andere Wiki-Software oder ein anderes Dokumentationsformat, wenn man keine Leute hat um aktuelle Inhalte zu generieren? Gleiches gilt für die Website. Noch ein Kommentar zur Vorgehensweise von Waldemar: Monatelang hört man nichts oder nur wenig von ihm. Wenn über die Probleme gesprochen wird, werden keine konkreten Lösungsvorschläge gemacht. Nicht ein einziges Mal gab es ein Proof of Concept für Verbesserungen am System. Keine Nachfrage, ob sowas erwünscht ist. Dann plötzlich kündigt er seinen Fork an und ist zu dem Zeitpunkt auch nicht mehr Diskussionsbereit was Alternativlösungen angeht. Also wenn das seine Art ist zu versuchen, Kommunikationsprobleme zu lösen, dann verspreche ich mir von dem Fork nicht viel...
nbd,
warum ist http://openixp.phj.hu/ ein openwrt fork, und nicht teil von openwrt?
XScale-Support wurde bereits eingebaut. Der Rest folgt sicher auch noch ...
schoen, aber an der frage vorbei warum das als fork enstanden ist, statt denen nen branch auf openwrt zu geben
Es mag ja sein, dass die Probleme bekannt waren. Zumindest alle OpenWrt-Entwickler, mit denen ich auf diversen Linux-Events gesprochen habe, haben mir fast ausnahmslos zugestimmt. Nur eine Lösung hat ja anscheinend dann doch niemand ernsthaft gesucht.
Der 'Community-Split' geht sogar noch viel tiefer. Webforen sind für Endkunden-Support durchaus brauchbar, sollten aber unbedingt darauf beschränk bleiben. Ambitionierte Linux-Entwickler werden sich mit einem Webforum nur in den seltensten Fällen anfreunden können. Diese bevorzugen Mailingliste oder gar Newsgroups. Der Endkunden-Support ist bei OpenWrt durchaus als transparent zu bezeichnen, was man meiner Meinung nach von der Entwicklerseite nicht behaupten kann. Es gibt eine geschlossene Mailingliste, das ist ja schön und gut, nur wie soll man als ambitionierter Entwickler denn daran teilnehmen? Ein öffentliches Archiv würde hier schon Einiges helfen, alleine um für sich selbst zu entscheiden, ob man mit seinen Fähigkeiten dem Projekt helfen kann. Ich persönlich würde z.B. ein in einigermassen verständlicher Sprache (also keine reinen SVN-Commit-Meldungen) gehaltenes ChangLog als grosse Verbesserung ansehen. Es ist aktuell nur schwer möglich die Unterschiede zwischen den Releases zu erkennen. Dass das Wiki meist nicht den aktuellen Stand der Software von OpenWrt wiederspiegelt ist natürlich ein Problem. Jedoch wird dies IMHO durch den Medienbruch SVN-HTTP begünstigt. Würde die Dokumentation auch im SVN gepflegt, wäre zumindest dieser Medienbruch beseitigt. Wenn nun noch ein Workflow definiert wird, dass Änderungen am Verhalten der Software auch sofort zu dokumentieren sind, da die Änderung ansosten nicht ins Release einfliessen wird, und dieser auch überwacht und eingehalten wird, sollte sich das in den Griff bekommen lassen.
Zum Thema Transparenz bei den Entwicklern: Auf der geschlossenen Mailing-Liste war eigentlich nie viel Aktivität. Die Kommunikation fand hauptsächlich im geschlossenen IRC-Channel statt. Um die Gesamtsituation zu verbessern, ist dieser ab heute frei zugänglich und im User-Channel wird darauf hingewiesen.
Zum Thema Web-Forum ist geplant, auf ein Forum mit Mailing-Listen-Integration umzusteigen, so dass beides integriert funktionieren kann. Die Dokumentation ist momentan ein Problem, weil wir niemanden haben, der ernsthaft Doku schreibt oder maintained...
Warum geht das jetzt aufeinmal so schnell? Habt Ihr Angst bekommen, oder [mbm] bestochen?
Zuerst wurde Nächtelang diskutiert und immer ohne Ergebnis.
Egal. Jetzt ist es zu spät.
So ein Fork gibt einem natürlich etwas Zusatzmotivation - selbst wenn noch nix davon zu sehen ist außer Ankündigungen...
Zur Vorgehensweise von Waldemar kann und möchte ich konkret nichts äussern, da ich nicht selbst beteiligt war. Aber aus vielen Jahren Arbeit in OpenSource-Projekten habe ich einen Schluss gezogen, dass es sinnlos ist alles im Vorfeld totzudiskutieren. Man muss es einfach anpacken und lösen! Dass es dadurch auch mal passieren kann, dass man umsonst arbeitet muss man in Kauf nehmen. Aber nur diskutieren schafft keine Lösungen.
Noch ein paar Worte zu Forks generell: Es wurde auch versucht einen Fork von SelfLinux, bei dem ich Projektleiter bin, zu machen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es 3 Szenarien dafür gibt: 1. Beide Projekte sterben. Meist war dann aber bereits das Projekt for dem Fork dem Tode geweiht. 2. Beide Projekte leben nebeneinander. 3. Die Projekte schliessen sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder zusammen. Ein Fork eines Projektes ist also per se erstmal nicht Schlechtes.
Wenn ihr Lust habt, schaut euch mal OpenEmbedded an - dort arbeiten zig Entwickler Hand in Hand für Embedded Linux Distributionen. WRT-Unterstützung einzubauen wäre ggfs. eine Arbeit von einem Wochenende.
Tut mir Leid, aber ich kann das Build-System von OpenEmbedded nicht ausstehen... Den anderen OpenWrt-Entwicklern scheint es ähnlich zu gehen.
Vielleicht springst Du über Deinen Schatten und schaust es Dir noch einmal an. Es ist in der letzten Zeit deutlich schlanker geworden und auch einfacher zu nutzen. Auch wenn ich eigentlich keine Ahnung von Kompilieren und schon gar nicht von Cross-Kompilieren habe kann ich prima damit umgehen. Bei Problemen gibt es immer super Hilfe im IRC #oe
Auch die Doku ist sehr viel besser geworden (auch wenn es da noch viel zu tun gibt.) Wer http://www.openembedded.org/wiki/OEandYourDistro und http://www.openembedded.org/wiki/GettingStarted gelesen hat kann nach spätestens einer halben Stunde Pakete backen.
Ich wollte mir OpenEmbedded zwar schonmal anschauen, weil ich u.a. auch eine Dreambox besitze, aber mir noch ein Revisions-Control-System anzutun war mir der Aufwand dann doch nicht wert.
Der Sinn von verteilten Repositories hat sich mir sowieso noch nie so wirklich erschlossen, auch wenn es diesen vielleicht durchaus geben mag.
> Den anderen OpenWrt-Entwicklern scheint es ähnlich zu
> gehen. Welchen anderen Entwicklern?!?!? Es sind doch eh fast keine mehr da.
Hmm, sieht so aus als ob es keine neuen Nachrichten mehr von FreeWRT gibt. Was ist los?
Die Webseite (http://www.freewrt.org/) wurde wieder zurückgesetzt. Ok, sieht so aus als ob es doch keinen Fork geben wird. Hab ich mir schon fast gedacht.
Egal. Das wars dann endgültig mit *nix bei mir. |
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